Meine Liebe zu Schottland

Meine Liebe zu Schottland begann im Jahr 2003. Getriggert durch ein Foto, dass ich in diesem, unserem ersten, Schottland-Urlaub bei der Umrundung des Loch an Eileen aufnehmen konnte.

Der kleine See liegt einfach malerisch eingebettet in den Highlands und eine Umrundung ist eher ein Spaziergang denn eine Wanderung. Das passte uns damals auch ins Konzept, mit meiner schwangeren Frau wollte ich keine beschwerlichen Ausflüge unternehmen aber dennoch jeden Tag ein Stück Schottland erleben.

Es waren vielen Bilder aus diesem Urlaub, die den Weg auf unsere Festplatten fanden. Doch dieses gehört zu meinen Favoriten. Es fängt die Stimmung des Urlaubs ein. Immer wenn ich es nach Jahren (inzwischen kann ich sagen: nach Jahrzehnten!) betrachte, fühle ich etwas, was ganz tief innen irgendwie irgendetwas zum Schwingen bringt. Fast wie bei der ersten Liebe.

Der ins Bild ragende Ast einer Kiefer holt mir den Geruch zurück nach harzigen, Jahrhunderte alten Kiefern, die die Wälder rings um den See bestimmt haben (auf jeden Fall damals).

Das Licht lässt erahnen, dass trotz der Wolken Sonne das Herz erwärmt. Ich fühle trotzdem die schottische Kühle dieses Tages, erinnernd, dass es definitiv kein T-Shirt-Wetter war (für uns verwöhnte Festland-Bewohner). Ich erinnere mich genau: Wir trugen Fleece und Regenjacke drüber, in der für Schottland einleuchtenden Annahme, es könne ja ein kräftiger Guss herunter kommen.

Das Bild strahlt diese Ruhe aus, die man in Schottland erfahren kann. Der Wasserspiegel steht einfach still, nicht die kleinste Welle, kein Kräuseln der Wasseroberfläche durch einen leichten Wind, einfach ein Spiegel. Die gegenüber liegenden Berge und Bäume spiegeln sich perfekt ebenso wie die Wolken und die im Vordergrund aus dem See sprießenden jungen Schilfrohre.

Es kann schon sein, dass die dem Bild innewohnende Ruhe der Auslöser für die Liebe zu Schottland war und ist. In einem damals wie heute eher hektischen, immer mehr auf schneller – höher – weiter getrimmten Alltags und vor allem Berufsleben ist diese Ruhe der absolute Gegenpol. Mit diesem Bild springt mich dieser Gegenpol der Ruhe, und damit einer Gelassenheit, an, der mir einfach gut tut. Wer sich auf eine Reise nach Schottland begibt, sollte mal drauf achten. Die Gelassenheit und Ruhe springt einen ganz leicht an und nach ein paar Tagen hat sie, kaum merklich im Moment aber spürbar in der Rückschau, von einem Besitz ergriffen.

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