Voll der Stress

Morgen soll der Urlaub starten. 14 Tage Ferienhaus im Brandenburgischen. Im Wald, nah an einem See. Idylle halt.
Aber ein Kind will im Oktober das Studium in einer großen und fernen Stadt beginnen, und hat noch keine Unterkunft. Wir haben noch einen Monat Zeit um etwas zu finden. Und nun sind wir also noch zwei Wochen davon im Urlaub. Ich weiß nicht, wie ich noch ruhig bleiben soll.
Statt den Koffer zu packen suche ich Vermieter-Angebote Um diese dann mit dem Mädel zu besprechen. Auch die Liebste tut letztlich nichts anderes. Wir sind hochgradig angespannt. Und das Mädel?
Das können wir nicht beurteilen. Sie sollte auch ein wenig aktiv sein, was die Suche nach einer Bleibe betrifft. Es sieht aber für uns Eltern nicht so aus. Es sieht anders aus. Es sieht aus, als hätte man alle Zeit der Welt, weil man sitzt ja mit einem dicken Schmöker in der liebsten Leseecke und liest. Es sieht aus als läse sie den ganzen Tag. Und wir Alten sind gestresst.

Dann plötzlich Erlösung. Die Tochter bekommt eine Mail mit einem Mietangebot. Und Zack, sie ist gechillt.

Ich fühle mich ein wenig beruhigt, doch Statut nun Koffer zu packen lasse ich mir die E-Mail weiterleiten und lese selbst, was da steht. Und das war gut so. Um das Mietangebot zu einem Mietvertrag werden zu lassen, müssen die Unterlagen (mehr als 10 Seiten) ausgedruckt und an diversen Stellen unterschrieben werden. Es wird eine postalische Rücksendung der unterschriebenen Dokumente innerhalb der nächsten 5 Werktage erwartet, sonst kommt kein Mietverhältnis zustande. Und wir fahren morgen früh in den Urlaub. Für 14 Tage. Also doch nicht gleich Entwarnung, der neue Stress setzt ein: Dokumente Drucken, teilweise ausfüllen lassen, Kind unterschreiben lassen, Umschlag verwenden, dafür sorgen, dass der Umschlag in den Urlaub mitreist, damit wir ihn am Montag auf der eine Postfiliale in der Urlaubsgegend absenden können.

Stunden später ist auch alles gepackt, was am Vorabend gepackt sein kann. Jetzt noch eine kühle Dusche und dann falle ich ins Bett.

Langsam, ganz langsam, lässt mein Stressniveau nach.

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